Daten zur Geschichte der Pfarrgemeinde St. Peter in Rheinberg

1106 
Erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde und Kirche Erzbischof und Kurfürst Friedrich I. von Köln inkorporiert die Kirche, die er in seinem Dorf Berce besitzt, dem Kunibertstift in Köln
1123 
Gründer der Zisterzienserabtei Kamp
ca. 1190 
Neubau der Kirche St. Peter als einschiffige romanische Anlage mit vorspringendem Westturm
1307
Erzbischof Heinrich II. von Köln inkorporiert St. Peter dem Kloster Kamp
1329
Dem Abt von Kamp wird gestattet, die Pfarrstelle in Rheinberg mit einem Mönch des Klosters zu besetzen; der Mönch Thomas de Berka, ein Sohn der Stadt Rheinberg, wird am 3. Februar als erster Zisterzienser in die Pfarrstelle St. Peter eingeführt.
ca. 1392
Erweiterung der Kirche durch die Errichtung einer gotischen Hallenchoranlage
1427
Erhöhung des Mittelschiffes und Ausstattung mit gotischen Gewölben
ca. 1500
Anbau der Seitenschiffe und der Sakristei, Chorumgang wohl später (erst 1671 urkundlich nachweisbar)
1633
Eroberung der Stadt Rheinberg durch den Oranierprinzen Friedrich Heinrich; St. Peter wird eine reformierte Kirche
1672
Eroberung der Stadt durch den französischen König Ludwig XIV. St. Peter wird wieder katholische Pfarrkirche
1703
Eroberung der Stadt durch preußische Truppen während des Spanischen Erbfolgekrieges; schwere Schäden an der St. Peter-Kirche
ca. 1760
Im Siebenjährigen Krieg schwerste Schäden in und um Rheinberg; danach große Anstrengungen der ganzen Gemeinde, die Schäden zu beseitigen
1794
Rheinberg wird von französischen Revolutionstruppen besetzt; der Rhein wird Grenze des französischen Staates; die Verwaltung wird nach französischen Recht neu geordnet; auch die kirchliche Organisation wird ganz neu gefasst.
1802
Aufhebung aller Klöster, auch des Klosters Kamp; Verkauf aller kirchlichen Besitzungen zugunsten des französischen Staates; Gründung des Bistums Aachen, dem Rheinberg und große Teile des Niederrheins zugeteilt werden. Ende der Verbindung zwischen Kloster Kamp und St. Peter
1803
Konradis Brands, der letzte noch vom Abt des Klosters Kamp eingesetzte Pfarrer von St. Peter, stirbt. Ihm folgt bis 1814 Engelbertus Braun, der noch im Kloster Kamp Mönch gewesen war.
1814
Ende des napoleonischen Reiches
1815
Auf dem Wiener Kongress erfolgt eine politische Neuordnung Europas: u.a. wird das Kurfürstentum Köln aufgelöst; das Erzbistum bleibt zwar bestehen, verliert aber einen großen Teil der niederrheinischen Gebiete
1821
Nach einer Einigung zwischen dem preußischen Staat, dem Rheinberg nun angehört, und dem Heiligen Stuhl wird Rheinberg dem Bistum Münster zugeteilt. Seitdem stellt es die Pfarrer von Rheinberg.
um 1850
Renovierung der Kirche unter Pfarrer Nikolaus Palm, u.a. Errichtung des heute noch vorhandenen Hochaltars
um 1900
Weitere Renovierungen, u.a. Ausstattung der Kirche mit neuen Seitenaltären und einer einheitlichen Fenstergestaltung unter Pfarrer Wix
1903
Einrichtung einer Rektoratschule in kirchlicher Trägerschaft unter der Leitung des Kaplans Aloys Wittrup
1909
Inbetriebnahme und Einweihung des St. Nikolaus-Hospitals
1956
Gründliche Innenrenovierung der Kirche 
1963 - 1976
Äußere Renovierung der Kirche unter Dechant Höh
1987 - 1992
Weitere Renovierungsmaßnahmen im Innenraum und Einrichtung eines musealen Repräsentationsraumes im Aufgang zur Orgelempore; Ausstattung der Kirche mit neuen Fenstern.

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